Gartenarbeiten im August

Allgemein

Algen im Teich

Lange Hitzeperioden, während denen nur wenig Regen fällt, fördern das Algenwachstum im Teich. Der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt, der Nährstoffgehalt nimmt zu. In der Folge wird der Teich trübe und "kippt um". Um die Wirkung Ihres Teichfilters zu unterstützen, sollten Sie Fadenalgen sowie welke Blätter mit einem Kescher abfischen. Halten Sie stark wuchernde Pflanzen im Zaum und füttern Sie Fische nur sehr sparsam.

Gezielt düngen

"Viel hilft viel" ist beim Thema Düngen fehl am Platz. Stauden und Gehölze sollte man jetzt auf Diät setzen, damit Zweige und Wurzeln ausreifen und nicht so leicht erfrieren können.

Kübelpflanzen sollten im August noch gedüngt werden. Die Nährstoffe des Substrates sind weitestgehend verbraucht und müssen ergänzt werden. Die Pflanzen  werden sich bis in den Herbst entwickeln und blühen.

Igel im Garten

Jeder Gärtner, der einen Igel beherbergt, kann sich glücklich schätzen - es gibt keine bessere Waffe gegen Schnecken. Freuen Sie sich also über seltsame Geräusche im Dunkeln: Igel geben sich keine Mühe, leise zu sein und schnaufen, keckern und rumoren ungeniert. Vielleicht begegnen Ihnen jetzt sogar Jungtiere, denn im August kommen die meisten Igelbabys zur Welt. Gönnen Sie den stacheligen Gesellen einen Holzstoß oder Reisighaufen als Quartier.

Bäume und Sträucher

Rhododendron düngen

Ob sich die Knospen von Rhododendren zu Blüten- oder Blattknospen entwickeln, hängt in entscheidendem Maße von einer guten Nährstoffversorgung im Hochsommer ab. Deshalb ist es wichtig, die Pflanzen jetzt noch einmal zu düngen. Im Fachhandel gibt es Spezialdünger, die die besonderen Bedürfnisse der Moorbeetpflanzen erfüllen.

Schnitt bei Buddleja

Einige Sorten des Schmetterlingsstrauches (Buddleja-Hybriden) setzen nach der Blüte Samen an. Dazu gehört z.B. die weiße 'Peace'. Die braunen Fruchtstände sehen nicht nur hässlich aus, sie entziehen den Sträuchern auch die Kraft, um eine Vielzahl neuer, blühwilliger Seitentriebe zu bilden. Schneiden Sie deshalb die verblühten Rispen oberhalb der jungen Seitentriebe ab. Verletzen Sie dabei nicht deren Triebspitzen. Denn an diesen entwickeln sich jetzt Blütenrispen, die noch in diesem Sommer blühen werden.

Heidelbeeren mit der Hand ernten

Die 5-8 mm großen, kugeligen Beeren der heimischen Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) kennt man auch als Blau-, Bick- oder Schwarzbeere. Für den Garten eignen sich die Kulturheidelbeeren (Vaccinium corymbosum) besser. Die Sträucher werden 1,5 m hoch, die Beeren erbsen- bis kirschgroß. Sie lieben karge, saure Böden. (PH-Wert 5 – 6)

Johannisbeeren auslichten

Lichten Sie Stachelbeeren und Johannisbeeren nach der Ernte aus, um die Sträucher licht zu halten und zu verjüngen. Denn alte Triebe tragen weniger und nehmen den jungen Kraft und Licht. Bei jedem Schnitt werden daher einige vergreiste Triebe direkt über dem Boden abzuschneiden. Kappen Sie auch alle nach innen wachsenden Triebe ab, so dass 8-10 bodenbürtige Triebe pro Strauch überbleiben.

Johannisbeeren können auch am Spalier gezogen werden, dies spart Platz im Kleingarten und ermöglicht den die Anpflanzung von verschiedenen Sorten auf Engsten Raum.

Sauerkirchen schneiden

Schneiden Sie jetzt alle Triebe von Sauerkirchen, die Früchte getragen haben, bis zur nächsten Astgabel zurück und kappen außerdem trockene Zweige. Sind Triebe von der Monilia-Spitzendürre befallen, schneiden Sie diese bis ins gesunde Holz zurück. Der Rückschnitt steigert den Ertrag im Folgejahr. Am einjährigen Trieb bilden sich der Blütenansatz für die nächste Ernte.

Stützen für den Apfelbaum

Die Apfelernte naht, die Früchte werden immer dicker und der Fruchtbehang am Baum immer schwerer. An den waagerechten Seitenästen bilden sich die meisten Früchte. Bei jungen Bäumen und schwachem Holz sollte man diese Äste abstützen.  Im August beginnt bereits die Ernte von Frühäpfeln und -birnen. Man pflückt sie eine Woche vor der Genussreife und lagert sie ein paar Tage. Dann entwickelt sich ihr Aroma besser.

Erdbeeren pflanzen

Viele leckere Früchte erntet, wer Erdbeerpflanzen richtig pflanzt. Klassisch setzt man die Sorten fürs Beet von Ende Juli bis September und erntet dann im nächsten Jahr. 
Wichtig ist die Pflanztiefe: Das Herz der Pflanze muss dicht über dem Boden stehen. Zu tief gesetzte Erdbeerpflanzen faulen; stehen sie zu hoch, erfrieren sie leicht. Mischen Sie vor dem Pflanzen Torf, Kompost oder reifen Mist unter die Erde.

Pflege der Erdbeeren nach der Ernte

Gegen Grauschimmel beugen Strohmulch oder Knoblauch vor. Außerdem empfiehlt es sich, das Laub nach der Ernte abzuschneiden. Das verhindert Pilzkrankheiten und sorgt für eine Verjüngung der Pflanzen. Entfernen Sie auch Ausläufer, sie schwächen die Mutterpflanze.

 

Gemüsegarten

Gemüse für den Herbst pflanzen

Die ersten Salate sind geerntet, in den Lücken ist Platz für neues Gemüse. Für die Salaternte im Herbst bietet sich etwa der Endiviensalat 'Eros' an. Er ist nicht nur „schossfest“, sondern wächst auch sehr schnell.

Geplatzer Kohlrabi: Woran liegt's?

Kohlrabi braucht viel Wasser für sein Wachstum. Wird er im Sommer wenig oder gar nicht gegossen und regnet es dann plötzlich, reisst die Frucht auf. Die Pflanzenzellen nehmen dann sehr viel Wasser auf, dehnen sich aus bis der Kohlrabi platzt. Um das zu vermeiden, sollte man das Gemüse unbedingt regelmäßig gießen.

Knoblauch pflanzen

Stecken Sie die Zehen im Abstand von 15 x 20 cm in einen nährstoffreichen Boden. Knoblauch liebt einen sonnigen Standort. Am besten eignen sich Zehen aus dem heimischen Anbau. Auch die Brutzwiebeln, die sich in den Blütenständen bilden, können Sie für die Anzucht verwenden.

Rettich für die Ernte im Herbst säen

Wer im Herbst Rettich ernten will, sät zwischen Mitte Juli und Mitte August den Samen in Reihen von 30 cm Abstand. Decken Sie die Beete anschließend mit einem Insekten-Schutznetz ab. Das hindert die Rettichfliege an der Eiablage. Wählen Sie Sorten, die gegen die häufig auftretende Rettichschwärze resistent sind, wie der japanische Riesenrettich 'Minowase Summer Cross Nr. 3'. Er wird bis zu 50 cm lang. Zum Lagern eignen sich die runden, weißen 'Münchner Bier'.

Winterspinat aussäen

Säen Sie jetzt den Winterspinat aus und verteilen Sie den Samen 1 cm tief in Reihen mit einem Abstand von 20 cm. Ziehen Sie dann mit dem Rechen lockere Erde darüber, drücken Sie sie mit dem Rechenrücken fest und gießen Sie zum Schluss an.

Kleingewächshaus

Hier lohnt es sich über ein Zweitbeplanzung nachzudenken. Die Gurken- und Tomatenernte geht zu ende, jetzt können noch einmal verschiedene Gemüsepflanzen für die Herbsternte nachgepflanzt werden. (Blumenkohl, Kohlrabi, Römesalat)

Petersilie jetzt aussäen

Die Aussaat von Petersilie ist im Spätsommer günstiger als im Frühjahr. Der Boden ist jetzt noch erwärmt, sodass sich die Keimdauer von fünf Wochen auf zwei bis drei Wochen reduziert. Säen Sie nur frischen Samen aus. Schon nach zwei Jahren verliert er seine Keimkraft. Säen Sie Petersilie frühestens nach drei bis vier Jahren wieder auf das gleiche Beet,

Sommerschnitt bei Rosen

Beim Sommerschnitt kommt es hauptsächlich darauf an, verblühte Triebe zu entfernen. Das fördert die Entwicklung neuer, blühfähiger Seitentriebe. Außerdem geht nicht unnötige Kraft in die Ausbildung von Hagebutten. Wie weit die verblühten Triebe zurückgeschnitten werden müssen, hängt auch vom Wuchs der Pflanze ab.

Kletterrosen richtig erziehen

'Kiftsgate', 'Lykkefund' und andere einmal blühende Kletterrosen bilden nach der Blüte zahlreiche, neue Triebe. Daran sitzen im nächsten Jahr die Blüten. 
Sollen die Rosenbögen, Pergolen oder Obelisken schmücken, bindet man die jungen Triebe jetzt bogenförmig fest. Damit wird das Längenwachstum gebremst, das Wachstum blütenreicher Kurztriebe jedoch gefördert. 
Ältere, steife Triebe auf 15-25 cm einkürzen. Sollen die Rosen in Bäume klettern, brauchen Sie nichts weiter zu tun, als eventuell kranke Triebe abzuschneiden.

Madonnenlilien pflanzen

Die Zwiebeln der Madonnenlilie (Lilium candidum) pflanzt man im Spätsommer. Sie treiben dann bis zum Herbst Blattrosetten aus und blühen im kommenden Juni mit weißen, duftenden Blütenständen von bis zu einem Meter Höhe. Madonnenlilien können Sie z.B. bei Syringa-Samen.de bestellen.

Mulchen hat jetzt viele Vorteile

Wer seine Beete 4-6 cm dick mit organischem Material abdeckt, tut Boden und Pflanzen etwas Gutes. Die Erde trocknet weniger aus, das Bodenleben wird gefördert und Unkraut unterdrückt. 
Sie können zum Mulchen Holzhäcksel, Stroh, Comfrey-, Spinat- oder Rhabarberblätter sowie Rasenschnitt verwenden. Allerdings müssen Sie dann vorher etwas kalken und düngen, da das Verrotten der Mulchmasse dem Boden Nährstoffe entzieht. Das entfällt bei Rindenhumus aus dem Gartencenter. Der ist aufgekalkt und mit Dünger angereichert.

Petunien stets auszupfen

Entfernen Sie laufend verblühte Blüten und welke Blätter von den Petunien und anderen Sommerblumen. Damit diese blühfreudigen Sommerblumen gesund bleiben, brauchen sie viel Dünger. Am besten geben Sie einmal pro Woche einen Petunien-Dünger mit Eisenanteil, z.B. den "Surfinien-Dünger" von Neudorff mit 0,3 Prozent Eisen.

Schwarze Stockrose

Stockrosen (Alcea rosea) sind zweijährige Bauerngartenblumen. Besonders attraktiv ist die schwarzrote 'Nigra'. Säen Sie die Pflanze jetzt an einem sonnigen, windgeschützten Platz im Garten aus. Der Boden sollte nährstoffreich, aber nicht zu feucht sein. 'Nigra' ist robust gegen Rostpilze und wird rund 150-200 cm hoch.

 

Pflanzenschutz

Blattwanzen an Engelstrompeten bekämpfen

Fallen Ihnen an Ihrer Engelstrompete verkrüppelte Blätter und Blüten auf? Haben die Blätter zahlreiche Löcher, die immer größer werden? Dann saugen 4-7 mm große, grüne Blattwanzen an der Pflanze. Nur morgens stehen die Chancen gut, die flinken Insekten mit der Hand zu erwischen. Dann befinden sie sich in einer Art Kältestarre, lassen sich leicht abklopfen und mit einem Stück Papier auffangen. Bewährt hat sich auch der Einsatz von Neem-Präparaten.

Lilienhähnchen

Das feuerrote, 6-7 cm große Lilienhähnchen frisst mit Vorliebe Löcher in die Blätter von Lilien sowie Kaiserkronen. Meist tritt das Tier nur lokal auf. Es lässt sich leicht mit den Händen absammeln. Kontrollieren Sie auch die Blattunterseiten. Dort verstecken sich die Larven, die Sie ebenfalls entfernen sollten.

Mit Nematoden gegen Asseln

Mit der Köderfalle "Asselfrei" (von E-nema) lassen sich Asseln natürlich bekämpfen. Die Tiere werden in die Falle gelockt. Während sie dort fressen, dringen Nematoden in sie ein und töten sie innerhalb von 14 Tagen. Die Falle eignet sich ganzjährig für drinnen und draußen. Der Einsatz der Falle sollte nur bei einer Temperatur von 15 C° erfolgen. Stellen Sie die Falle an einen schattigen Platz oder decken Sie sie mit einem Blatt ab, sonst trocknet sie aus.

Kohlraupen

Spritzen Sie jetzt Rot- und Grünkohl mit Wermuttee oder einer Brühe aus Tomatenblättern. So hindern Sie den Kohlweißling an der Eiablage. Dafür eignet sich etwa die "Gartenspritze" (von Spiess-Urania).

Klematiswelke bekämpfen

Vor allem großblütige Klematissorten werden von der Klematiswelke befallen. Die Krankeit wird von verschiedenen Pilzen verursacht, die die Leitungsbahnen verstopfen. Wichtig ist, dass man befallene Pflanzen komplett bis zum Boden abschneidet. Die Pflanze treibt dann meist an der Basis neu aus. Wer neu pflanzt, sollte die weit weniger anfälligen Viticella-Hybriden wählen.

Raupen im Gemüsebeet

Im August und September erreicht der Befall durch die Raupen von Gemüse- und Kohleule und vor allem durch die des Kohlweißlings (Foto) seinen Höhepunkt. Zusätzlich zum Fraß entstehen Schäden durch Kotablagerungen. 
Brokkoli kann so noch kurz vor der Ernte massiv Schaden nehmen. In kleinen Gärten sammeln Sie die Raupen am besten ab, ein vollständiges Abdecken mit dichtmaschigen Insektenschutznetzen muss vorbeugend schon bei Kulturbeginn erfolgen. 
Bekämpfen kann man die Raupen mit "Raupenfrei" (Neudorff). Das Präparat enthält als Wirkstoff den für Raupen tödlichen Bacillus thuringiensis.

Rosenzikaden bekämpfen

Sind die Rosenblätter auf der Oberseite entlang der Adern fein weiß gesprenkelt, sind Zikaden am Werk, die auf der Unterseite den Pflanzensaft saugen. Die Tiere sehen Blattläusen ähnlich, sind aber deutlich schmaler. Auch deren Larven saugen bereits an den Blättern. Daneben erkennt man viele weiße Larvenhäute. Werden die Zikaden gestört, flüchten sie mit weiten Sprüngen. Die Tiere überwintern in der Rinde der Rosentriebe.

Die Rosen sollten ab Ende Mai regelmäßig untersucht werden, dann bei Bedarf mit zugelassenen Mitteln spritzen. Zudem hilft eine Winterspritzung mit Mitteln auf Ölbasis.

Wellpappe-Gürtel gegen Wickler

Die Raupen des Apfel- und Pflaumenwicklers verlassen bald die Früchte, um sich ein Überwinterungsquartier unter der Rinde der Obstbäume zu suchen. Falten Sie breite Streifen aus Wellpappe mit der gerillten Seite nach innen und binden Sie diese mit einem Bindfaden rund um die Stämme. Die Tiere verstecken sich dann in den Papprillen statt unter der Rinde und können mitsamt der Pappe abgesammelt werden.

Zwiebel-Tee gegen Schädlinge

Schützen Sie Ihre Pflanzen mit einem Zwiebel-Knoblauch-Tee vor Schädlingen. Dazu hackt man 75 g Zwiebeln oder Knoblauchzehen klein und gibt sie in 10 Liter Wasser. Lassen Sie den Aufguss mindestens fünf Stunden ziehen. 
Danach kann man die Mischung unverdünnt auf die Pflanzen und auf den Boden gießen. Gut wirkt der streng riechende Tee zum Beispiel gegen Erdbeermilben, andere Milben sowie Pilzkrankheiten.

Rasenschädling Schnake

Im August fliegt die Wiesenschnake (Tipula) umher und legt ihre Eier ab. Zwei bis drei Wochen später schlüpfen die Larven, die sich von Graswurzeln und oberirdischen Pflanzenteilen ernähren. Der Rasen kann stellenweise kahl werden. Die gefräßigen Larven lassen sich gut mit Steinernema carpocasae-Nematoden wie z. B. mit "Nemastar" (von E-nema) bekämpfen.

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