Gartenarbeiten im März

 

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz im Garten: Dürre Zweige und Stauden werden abgeschnitten, Laubreste entfernt. Vor allem der Rasen muss von Laub, Ästen und Baumfrüchten wie Eicheln oder Kastanien gesäubert werden, da sonst die Gräser faulen. 

Im Frühjahr: Den pH-Wert des Bodens prüfen

Entnehmen Sie an einigen Stellen im Garten Erdproben, vermischen Sie diese gut. Dann wiegen Sie 50 g davon ab, vermengen diese mit 125 ml demineralisiertem Wasser oder sehr weichem Leitungswasser. Tauchen Sie Indikatorpapier in den Erdbrei, nach wenigen Sekunden zeigt die Farbskala den pH-Wert an. Für Gemüse optimal ist ein pH-Wert von 6 bis 7,5. Ist der Boden zu sauer, sollte er mit kohlensaurem Kalk verbessert werden. Nährstoffe können dann leichter aufgenommen werden.

Aussaaterden: Worauf kommt es an?

Sämlinge sind zarte Wesen. Ihre Wurzeln bleiben gesund, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält. Düngesalze laugen die feinen Wurzeln aus. Deshalb sind normale Blumenerden ungeeignet. Auch reiner Torf ist ungeeignet, da er keinen Kalk enthält, der aber für ein gesundes Wachstum notwendig ist. Besonders gut wachsen Sämlinge in ausgereiftem Kompost, wenn er absolut keimfrei ist. Dazu wird er vorher sterilisiert. Füllen Sie den Kompost in eine Bratfolie und erhitzen sie ihn 20-30 Minuten lang bei 150 Grad.

Hochbeete mit Komposterde auffüllen

Die Erde in Hochbeeten sackt mit der Zeit stark ab. Vor der ersten Aussaat im Frühjahr sollten Sie darum die Beete rechtzeitig wieder mit frischer Erde auffüllen. 
Die Komposterde wird dabei unter die obere, feinere Erdschicht gegeben. Hierfür sollten Sie das Beet in der Länge dritteln und die obere, etwa 20 cm dicke Erdschicht vom ersten Drittel auf das zweite schichten. Nun den frischen Kompost einfüllen und die obere Erdschicht wieder darüber geben. So wird mit allen drei Dritteln verfahren, bis das ganze Beet wieder bis zur Oberkante voll Erde ist. Glätten Sie anschließend noch die Oberfläche, dann können Sie mit der Aussaat beginnen.

Bäume und Sträucher

Die richtige Bodenpflege unter Obstgehölzen

Obstgehölze sind auf eine gleichmäßige Versorgung der Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen angewiesen, sollen sie im Sommer gut entwickelte Früchte tragen. Deshalb kommt der Bodenpflege eine besondere Bedeutung zu. Die ist abhängig von der Gestalt der Pflanze. Beerensträucher wurzeln so flach, dass ihnen Unkräuter und Gräser unter der Krone Wasser und Nährstoffe streitig machen. 

Hier gilt: Mit dem ersten Rasenschnitt unter den Büschen mulchen, zum Sommer hin auch mit Stroh oder Rindenkompost. Das gilt auch für die kleinkronigen Spindelbäume, die auf schwach wachsenden Unterlagen veredelt wurden. 

Unter ältere Halbstämme, die meist deutlich tiefer wurzeln, kann man durchaus Kapuzinerkresse säen oder Sommerblumen pflanzen.

Die Sommerblüher jetzt auslichten

Im zeitigen Frühjahr ist die richtige Zeit, um sommerblühende Sträucher auszulichten. Dies sollte man etwa alle drei Jahre tun, damit die Pflanzen nicht zu dicht werden und reich blühen. Beim Auslichten schneidet man die ältesten Triebe an der Basis ab, sodass noch etwa zwei Drittel aller Triebe stehen bleiben. Außerdem nach innen wachsende und sich kreuzende Seitentriebe ganz entfernen.

Hochstämmchen behutsam stutzen

Noch vor dem ersten Austrieb sollte man die immergrünen Hochstämmchen wie Spindelstrauch (Euonymus yedoensis) oder Buchsbaum (Buxus sempervirens) in Form schneiden. Erstens: Kürzen Sie die Triebe, die im letzten Sommer nach dem Juni-Schnitt noch aus der Form gewachsen sind. Zweitens: Entfernen Sie schwaches oder krankes Holz. Drittens: Kappen Sie an jedem Trieb das oberste Blattpaar. Dieses 'Entspitzen' fördert die Verzweigung. Die Kugeln wachsen dann um so dichter.

Immergrün jetzt vermehren

Mit langen, dünnen Trieben bedeckt das Immergrün (Vinca minor) den Boden. Im Frühsommer leuchten blaue Sternblüten zwischen den glänzend grünen Blättern. Von Jahr zu Jahr wird das Gewirr an Trieben dichter, die Teppiche werden immer größer. Im Frühjahr kann man die Immergrün-Polster problemlos ausgraben und teilen. Stechen Sie mit dem Spaten so tief wie möglich in den Boden, heben Sie die Pflanzenstücke vorsichtig hoch, sodass keine Wurzeln abreißen. Sofort an anderer halbschattiger Stelle einpflanzen.

Große Teilstücke sollten Sie mit dem Spaten in viele kleine Stücke teilen. Vor dem Neupflanzen kräftig wässern.

Kletterhortensien schneiden

Wegen ihres langsamen Wachstums brauchen Kletterhortensien anfangs keinen Schnitt. Die Blütenmenge lässt sich mit der Schere auch nicht fördern, sie steigert sich im Laufe der Jahre von allein. Haben die Triebe mit ihren Haftwurzeln die gewünschte Fläche erobert, lassen sich zu lange, störende Seitentriebe nach der Blüte einkürzen. 
Da Kletterhortensien auch aus altem Holz frisch austreiben, können Sie diese bei Bedarf im Spätwinter drastisch stutzen.

Pflanzzeit für Sträucher

Das Angebot an Ziersträuchern im Container ist jetzt in Baumschulen und Gartencentern groß. Mit frühjahrsblühenden Gehölzen wie Zierkirsche, Magnolie oder Forsythie können Sie jetzt Lücken in den Beeten füllen und sich schon bald an ihren Blüten erfreuen. 
Verbessern Sie den Boden im Pflanzloch und den Erdaushub mit Kompost oder Pflanzerde. Achten Sie darauf, nach dem Pflanzen regelmäßig (auch im Sommer) zu wässern. Containerpflanzen werden vor dem Pflanzen nicht zurückgeschnitten.

Heben Sie das Pflanzloch großzügig aus, etwa doppelt so groß wie der Ballen ist.

Ziehen Sie die Pflanze aus dem Topf und setzen Sie sie in das Pflanzloch.

Dann füllen Sie rings um den Ballen Erde in das Pflanzloch und treten sie behutsam fest.

Starthilfe für wurzelnackte Gehölze

Wurzelnackte Gehölze sind preisgünstiger als solche mit Erdballen. Sie haben es jedoch schwerer beim Anwachsen. Eine gute Vorbereitung ist deshalb wichtig. Gehölze ohne Ballen, also auch wurzelnackte Rosen, können mit einem Lehmbrei eingeschlämmt werden. Mischen Sie dazu einen zähflüssigen Brei aus Erde, Tonmehl (Bentonit), etwas Langzeitdünger und Wasser. Da hinein tauchen Sie kurz vor der Pflanzung die Wurzeln. So haben die Pflanzen eine Starthilfe und sind gegen Vertrocknen besser geschützt.

Winterheide schneiden

Ist die Winterheide (Erica carnea) verblüht, sollte man sie zurückschneiden. Das regt den Neuaustrieb an. Schneiden Sie aber nicht bis ins alte Holz zurück. Entfernen Sie rundherum nur die Triebspitzen mit den welken Knospen. Die Pflanze sollte ihre halbrunde Form behalten.

Erdbeerbeete brauchen Pflege

Wer im Sommer viele leckere und gesunde Erdbeeren ernten möchte, kann jetzt schon etwas dafür tun. Zuerst hilft der Griff zur Schere. Schneiden Sie alte Erdbeerblätter vorsichtig ab, damit sich das frische Grün nicht mit Krankheiten infiziert. 
Dann wird die Erde zwischen den Reihen oberflächlich gelockert und Unkraut gejätet. Mulchen Sie erst zur Blütezeit den Boden mit Stroh, die Pflanzen könnten sonst leicht faulen.

Gemüse auf der Fensterbank vorziehen

Wärmebedürftige Gemüse wie Paprika und Tomaten zieht man am besten auf einer hellen Fensterbank vor. Da Paprikapflanzen langsam wachsen, sollte man sie frühzeitig bis Mitte Februar aussäen. Bei Tomaten wartet man damit bis Mitte März, sonst werden die Pflanzen dünntriebig. Für die Aussaat sollten Sie eine spezielle Aussaaterde verwenden. 
Drücken Sie feines Saatgut nach der Aussaat leicht fest, über gröberes siebt man eine dünne Schicht Erde. Sobald sich zwischen den Keimblättern erste Laubblätter zeigen, können die Sämlinge pikiert, das heißt versetzt werden. Verwenden Sie dazu einen Pikierstab. Ab Mitte Mai werden die Gemüsepflanzen ins Freie gesetzt.

Pflanzen Sie Kopfsalat im Frühbeet und Kleingewächshaus

Im Frühbeet und Kleingewächshaus  können Sie bereits Kopfsalat oder Eissalat pflsnzen.

Damit frisch gepflanzter Salat nicht am Wurzelhals fault und die jungen Blätter nicht auf dem Boden aufliegen, pflanzt man ihn recht hoch. Der Erdballen sollte zu einem Drittel seiner Höhe aus der Erde herausragen. Die Gärtner sagen: "Salat will im Winde wehen." Auf keinen Fall darf man ihn zu tief pflanzen. Gießen Sie selten, dafür aber durchdringend.

Start fürs Gemüse

Im Gemüsegarten fängt die Saison an. Im Folientunnel oder unter Vlies können einige Arten schon direkt in den Boden gesät werden, z.B. Möhren, Zwiebeln, Mangold, Melde und Chicorée. Die Abdeckung schützt die Sämlinge vor Spätfrösten.  Auch winterharte Kräuter kann man bei frostfreiem Boden jetzt pflanzen, z.B. Liebstöckel, Zitronenmelisse oder Rhabarber.

Stützpfähle überprüfen

Jetzt sind Beerensträucher noch unbelaubt - ein guter Zeitpunkt, um Stützpfähle und Spanndrähte zu überprüfen. Sind die Pfähle morsch, müssen sie durch neue ersetzt werden. Lärchenpfähle eignen sich besonders gut. Kontrollieren Sie zudem den Sitz der Pfähle und schlagen Sie lockere fest in den Boden ein. Achten Sie zudem auf die Ummantelung des Spanndrahtes und tauschen Sie diesen gegebenenfalls aus. Rostige Drähte reiben die Triebe auf, in die Wunden können leicht Krankheitserreger eindringen.

Beerenobst schneiden

Sorgen Sie jetzt mit gezielten Schnitten für eine saftige Ernte im Juni. Damit Beerensträucher vital bleiben und jedes Jahr viele leckere Beeren an ihren Ästen tragen, muss man sie einmal im Jahr schneiden. Dafür kommen zwei Termine in Betracht: entweder im Sommer direkt nach der Ernte oder gegen Ende des Winters im Februar/März.

Vorteil des Winterschnittes ist vor allem die bessere Übersichtlichkeit der laublosen Sträucher. Die folgenden Schnittregeln gelten für alle Beerenobststräucher. Denn Stachelbeerbüsche schneidet man auf die gleiche Weise wie die von Jostabeere, Roter und Schwarzer Johannisbeere. 

Beginnen Sie beim Schneiden der Sträucher immer damit, alle Zweige zu entfernen, die am Boden liegen oder bei der Ernte angebrochen wurden. Dazu arbeiten Sie sich einmal um den Strauch und schneiden Äste im unteren Viertel des Busches ab.

Häufig haben Sie nach diesem ersten Arbeitsgang bereits ein Drittel der Zweige eines Strauchs entfernt. Danach wird er nur noch ein wenig ausgelichtet. Bei alten Sträuchern schneidet man ein bis zwei dicke Hauptäste nah am Boden komplett weg. Dadurch regt man die Sträucher zu einer verstärkten Neutriebbildung aus der Strauchbasis an und verjüngt so nach und nach die Pflanze. Insgesamt sollten maximal vierzig Prozent der Zweige abgeschnitten werden. Bei jungen Sträuchern entfernt man eher weniger.

Tipp: Schneiden Sie aus den abgeschnittenen, bleistiftstarken Jungtrieben zwanzig Zentimeter lange Steckhölzer. Diese können Sie jetzt direkt im Freien in den Boden stecken. Sie treiben schon im Frühjahr neue Wurzeln.

So sorgen Sie für viele Früchte

Wenn junge Obstbäume auch im vierten Jahr noch nicht richtig blühen und fruchten, liegt es oft an der steilen Aststellung. Damit sich waagerechtes Fruchtholz bildet, hängen Sie mit Steinen gefüllte Netze an die Äste, binden die Äste mit einem Seil herunter oder spreizen Sie sie mit eingeklemmten Stäben ab. Nach einer Saison werden diese Hilfsmittel entfernt. Die Äste bleiben dann in ihrer waagerechten Position und fruchten.

Seitentriebe der Kiwis kürzen

Nach dem Winter werden die Seitenzweige der Kiwipflanzen gekürzt. Dabei bleiben Triebe mit drei bis vier Augen stehen. Die beste Zeit dafür ist Ende Februar bis Mitte März. Bei einem späteren Schnitt tritt zu viel Saft aus, die Triebe schrumpfen und die Knospen sterben ab. Aus den Knospen der Seitentriebe bilden sich Fruchttriebe, die bereits in diesem Jahr Kiwifrüchte tragen werden.

Pflanztipp: Die Nashi-Birne

Saftiger als eine Birne, aber mit der Form eines Apfels - in Japan und China sind Nashi-Birnen weit verbreitet. Bei uns findet man sie im Supermarkt allenfalls unter den Exoten. Dabei sind die kleinen Bäume bestens für den Kleingarten geeignet und tragen auch ohne Spritzungen. Es gibt fünf Sorten, von der wir 'Shinsui' wegen der besonders saftigen Früchte empfehlen.

 

Pflanzenschutz

Austriebsspritzung

Viele Pilzsporen überwintern an unseren Gehölzen und werden durch die wärmeren Temperaturen aktiv. Zum Schutz der Pflanzungen sollte eine Austriebspritzung durchgeführt werden. Es ist die einzige Möglichkeit zum Schutz unserer Gehölze. Sie verhindern Kümmerwuchs und erreichen die Ausbildung von gesunden Früchten. Es sollten systemische Mittel zur Anwendung gelangen. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung.  Nicht die Menge ist entscheidend, sondern die richtige Zeitgerechte Anwendung. Wenn sich feine zarte Blättchen ("Mäuseohren") langsam aus den Knospen schieben, ist dafür der richtige Zeitpunkt.

Pflanzstäbe desinfizieren

Häufig werden Pilzkrankheiten durch gebrauchte Pflanzstäbe aus Holz übertragen. Denn in den kleinen Ritzen können Pilzsporen von Bohnenrost oder Tomatenfäule überwintern. Wer die Holzstäbe jedes Jahr wieder verwenden will, sollte sie gründlich mit Seifenlauge abwaschen. Bei starkem Krankheitsbefall der Pflanzen im Vorjahr kauft man besser neue Pflanzstäbe. Man kann auch solche aus Metall oder Kunststoff verwenden, die einfacher zu reinigen sind.

Baumkrebs herausschneiden

Beim Baumkrebs handelt es sich um einen Befall durch den Pilz Nectria galligena. Er dringt in offene Wunden ein. Durch Überwallung mit Wundgewebe versucht der Baum die Wunde zu schließen. Das gelingt aber nicht. Die Geschwulst wird immer größer. Schneiden Sie die Stelle bis ins gesunde Holz zurück und streichen Sie anschließend ein Wundverschlussmittel darüber.

 

Frühjahrspflege

Frühjahrspflege für Rosen

Schneiden Sie erfrorene Rosentriebe bis ins frische Grün ab und entfernen abgestorbene Zweige ganz. Düngen Sie die Rosen vor dem Austrieb mit Kompost, damit die neu gebildeten Wurzeln gleich Nahrung bekommen. Nehmen Sie keinen frischen Mist, den vertragen Rosen nicht! Düngen Sie im Juni erneut mit einem organischen Volldünge.

Schnitt von Rosenstämmchen

Den Schutz aus Vlies oder Jute sollten Sie erst nach der Spätfrostgefahr Ende März oder sogar später entfernen. Dann ist auch für den Rückschnitt der Krone der richtige Zeitpunkt. Je stärker der Schnitt, desto kräftiger der neue Austrieb. Binden Sie die Krone neu an, aber nicht am Stamm, sondern oberhalb der Veredelungsstelle.

Nachher: Die Triebe werden radikal auf 4-6 Augen zurückgeschnitten. Nur so bleibt die Krone in Form und blüht zudem reichlich.

Vorher: Entfernen Sie frühestens Ende März den Winterschutz. Dann können Sie die kranken, alten und abgestorbenen Triebe gut erkennen.

Rasen: Jetzt kommt die Frühjahrskur

Schnee, Eis und Regen haben den Rasen im Winter stark strapaziert. Damit die Gräser jetzt schnell zu Kräften kommen, sollte man ihnen schon vor dem Austrieb gründlich Luft verschaffen. Beseitigen Sie sämtliches altes Laub und die Zweige vom Rasen und mähen Sie ihn auf 2 x 3 cm Höhe ab. Danach vertikutieren: bei schwach vermoosten Flächen einmal in Längsrichtung, bei stark vermoosten in Längs- und Querrichtung. Den Rasenfilz auf den Kompost bringen.  Danach den Rasen gründlich wässern.
Vertikutierer verschaffen mit ihren Messern den Gräsern Luft und Licht.

Den Rasen kalken

Kalken Sie Ihren Rasen jetzt z. B. mit "Grün-Kalk" (von Cuxin). Mit dem Düngerstreuer lässt sich das Granulat gleichmäßig verteilen. Ideal sind 50 g/m2. Kalk neutralisiert den Boden und erhöht die Aufnahme von Nährstoffen in die Wurzeln. 
Magnesium sorgt für eine sattgrüne Farbe der Gräser. Mit der nächsten Düngung müssen Sie mindestens vier Wochen warten, da der Kalk sonst zu viel Stickstoff aus dem Dünger zieht.

Nasse Stellen lüften

Wenn sich stellenweise Wasser auf dem Rasen sammelt, ist dies ein Zeichen für Bodenverdichtung. Stechen Sie mit einer Forke an mehreren Stellen tief in den Boden und rütteln den Einstich breiter. So bilden sich Kanäle, durch die das Wasser abfließt. Füllen Sie anschließend Sand in die Löcher. Anstelle einer Forke können Sie auch spezielle Aerifizierungsgabeln mit hohlen Zinken verwenden (z.B. Gartenbedarfversand.de).

Frühjahrsputz im Staudenbeet

Zeit für den Frühjahrsputz im Staudenbeet: Stängel, die im Herbst stehen gelassen wurden, haben ihren Zweck erfüllt. Den Winter über haben die Vögel ihren Hunger mit den Samen der Blütenstände gestillt, Raureif schmückte Stängel und welke Blätter. 

Jetzt sprießen bereits neue Triebe. Bevor sie in die Höhe wachsen, werden die alten Strünke dicht über dem Boden gekappt. Im Herbst gesetzte Pflanzen verlieren mitunter durch Bodenfröste den engen Kontakt zum Boden. Drücken Sie die Pflanzen jetzt wieder sanft an und gießen Sie anschließend. Wenn keine längeren Frostperioden mehr zu erwarten sind, können Sie die Schutzdecke aus Laub und Reisig abräumen. 
Besonders bei frühblühenden Steingartenpflanzen oder in Beeten mit Blumenzwiebeln sollte man damit nicht zu lange warten. Sonst besteht die Gefahr, die vielen zarten Knospen und Neutriebe dabei zu verletzen.

Mit einer kleinen Harke entfernt sie Laub und faulende Pflanzenreste. Anschließend lockert sie den Boden oberflächlich und streut eine 2 bis 3 cm dicke Schicht Kompost als Humusgabe aus.

Lücken im Staudenbeet füllen

Nach dem Winter sehnt man sich nach Farbe im Garten. Füllen Sie Lücken im Staudenbeet mit außergewöhnlichen Frühjahrsblühern wie der Immergrünen Schleifenblume (Iberis sempervirens). Wer es bunt mag, nimmt die rosafarbene Gänsekresse (Arabis blepharophylla) oder das goldgelbe Steinkraut (Alyssum montanum). Bei der Ergänzungspflanzung sollte man die zu erwartende Pflanzengröße beachten. Vielfalt ist Trumpf.

Rückschnitt von Hortensien

Hortensien blühen nur kräftig, wenn man sie richtig zurückschneidet. Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) blühen an den Spitzen der Triebe, die im vergangenen Jahr gewachsen sind. Frieren diese im Winter ab oder wird jetzt zu tief zurückgeschnitten, bleibt die Blüte in diesem Sommer aus. Deshalb stets nur die alten Blütenstände entfernen. Das gilt auch für die Samthortensien (H. aspera ssp. sargentiana). Im Gegensatz dazu blühen die Ballhortensien (H. arborescens) wie die Sorte "Annabelle" am diesjährigen Neutrieb. Die alten Zweige werden jetzt handbreit über dem Boden abgeschnitten. Die Triebe der Rispenhortensien (H. paniculata) dürfen nur bis auf 50 cm Höhe eingekürzt werden. 

Bauernhortensien: Die Triebe nur bis zum nächsten gesunden Augenpaar zurückschneiden.

Rispenhortensien: Die letztjährigen Triebe auf ca. 50 cm Höhe abschneiden.

Samthortensien: Nur die alten Blütenstände entfernen.

Ballhortensien: Die Triebe 15 cm über dem Boden abschneiden.

Sommerblumen aussäen

Den Pflanzen-Nachwuchs für den Garten und die Terrasse können Sie selbst auf der Fensterbank heranziehen. Fleißige Lieschen, Zwergmargeriten, Studentenblumen und Männertreu lassen sich einfacher aussäen als Eis- und Knollenbegonien, deren Saatgut staubfein ist. Auch Kletterkünstler wie Schwarzäugige Susanne und Prunkwinde müssen früh ausgesät werden. Die Kapuzinerkresse kann dagegen noch ein paar Wochen warten - sonst werden ihre Triebe bis zum Auspflanzen in den zu lang und dünn. Drücken Sie die Erde im Aussaatkasten mit einem Holzstück an und so glätten sie, so dass sich die Fläche von der Mitte zu den Kistenrändern etwas neigt. Überschüssiges Gießwasser fließt dann besser zu den Seiten hin ab und sammelt sich nicht in der Mitte.
Sobald sich der Sämling gut fassen lässt, kann man ihn pikieren, d.h. versetzen. Wichtig dabei ist, dass man die Sämlinge mit dem Pikierstab vorsichtig aus der Aussaaterde hebt und nicht herausreißt. Zu lange Wurzeln werden eingekürzt.

Nach dem Pikieren sorgen Sie weiterhin für hohe Luftfeuchte: die Sämlinge am Fenster mit Folie abdecken oder ins geschlossene Gewächshaus stellen. Dabei sollte möglichst viel Licht, aber keine direkte Sonne von oben kommen. Sobald die ersten Triebe zu sehen sind, sollten Sie häufiger lüften, indem Sie die Folie abnehmen.

Der beste Platz für junge Pflänzchen

Wer Blumen oder Gemüse selbst heranzieht, sollte dafür einen windgeschützen und warmen Platz im Garten reservieren, etwa an einer Hauswand. Eine leicht schattige Lage eignet sich für junge Pflänzchen besser als eine sonnige.

Mehr Freude an Zwiebelblumen: Düngen Sie schon vor der Blüte

Narzissen, Tulpen und Stiefmütterchen eröffnen im März den Blütenreigen. Damit die bunte Pracht lange hält, sollten Sie regelmäßig alle verblühten Stängel entfernen. Damit sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen ihre Energie nicht etwa in die Bildung von Samen stecken, sondern in die neuen Blüten. Vergessen

Alle Zwiebelblumen brauchen für ihre Blütenpracht Nährstoffe. Die kleinen Frühlingsboten wie Wildtulpen, Winterling, Schneeglöckchen, Blaustern und Schneestolz sind genügsam. Ihnen reicht es, wenn man Ende Februar die Flächen, auf denen sie stehen, mit reifem Kompost überstreut. Dafür am besten den Kompost fein sieben. Die ausgebrachte Schicht sollte nicht höher als ein Zentimeter sein.

Anders ist es bei den echten Starkzehrern. Großblumige Narzissen, Tulpen und Hyazinthen fordern viel Nahrung. Deshalb düngt man sie jedes Jahr etwa Anfang März, wenn die Zwiebelblumen ihre Blätter aus dem Boden herausschieben. Pro Quadratmeter streut man eine Hand voll org. Volldünger. Dabei muss man aber unbedingt darauf achten, dass der Dünger nicht in die tütenförmigen Blätter fällt. Verbrennungen und Ausbleiben der Blüten wären die Folgen.

Eine Hand voll Blaukorn oder eines anderen mineralischen Volldüngers reicht pro Quadratmeter für großblumige Narzissen, Tulpen und Hyazinthen.

Prüfen Sie nach dem großflächigen Ausstreuen, ob die Düngerkörner auf dem Boden zwischen den Narzissen liegen. Mineraldünger darf auf keinen Fall auf den Blättern liegen bleiben.

Teilen Sie jetzt Ihre Narzissen

Blühten Ihre Narzissen im letzten Frühjahr etwas spärlich? Zeigten Sie mehr grüne Blätter als leuchtende Blüten? Dann sollten Sie die Horste teilen. Denn Narzissen vermehren sich Jahr für Jahr durch Tochterzwiebeln, die sich an die Mutterzwiebeln schmiegen. Werden die Horste nicht geteilt, reichen Wasser und Nährstoffe nicht mehr für alle Zwiebeln. Graben Sie mit dem Spaten die Pflanzen aus, teilen Sie sie in Bündel von vier bis sechs Zwiebeln und setzen Sie diese in einem Abstand von mindestens 25 cm wieder ein. Vorher den Boden mit Kompost verbessern.

Vorsichtig mit den Händen teilen, die Wurzeln brechen leicht ab!

Graben Sie die Pflanzen samt Wurzeln mit dem Spaten aus.

Inkalilien gedeihen auch im Garten

Als Schnittblumen sind Inkalilien (Alstroemeria-Hybriden) beliebt. Das aus den Anden stammende Amaryllisgewächs gedeiht auch bei uns im Garten. Setzen Sie dazu die dickfleischigen Wurzelstöcke in einen mit Erde und Sand gefüllten Topf. Stellen Sie diesen an einen hellen Platz bei 10-15° C. Die Pflanze treibt dann bald aus. Sobald der Boden frostfrei ist, kann sie in den Garten an einen sonnigen Platz gestellt oder mit oder ohne Topf eingepflanzt werden. Ab Juni erscheinen die ersten bunten Blüten.

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