Gartenarbeiten im November

Gehölze vor Sonne und Frost schützen

Bei Obstgehölzen ist der Stamm gefährdet. Die Rinde platzt auf, wenn nach starker Sonneneinstrahlung am Tag tiefe Temperaturen in der Nacht folgen. Ein Weißanstrich der Gehölze bis zum ersten Astansatz verhindert eine übermäßige Erwärmung der Rinde und Frostschäden können auf ein Minimum verringert werden. Bei Junggehölzen kann auch eine winterschutzmatte zum Einsatz gelangen.

Rosen brauchen einen Sonnenschutz, damit die grünen und noch unverholzten Triebe im Winter nicht vertrocknen. Über ihre grüne Rinde verdunsten Rosen auch im Winter Wasser. Ist der Boden gefroren, kommt es leicht zu Trockenschäden. Schattieren Sie die Triebe am besten mit einem Gartenvllies.

Leimringe kontrollieren

Die angebrachten Leimringe an den Bäumen nützen nur, wenn sie intakt sind. Angewehte Blätter etc. müssen entfernt werden damit sich keine sogenannten Brücken bilden. Gegebenenfalls muß der Leimring erneuert werden.

Heidelbeeren richtig schneiden

Heidelbeeren setzen ihre Früchte zu 80 Prozent an den einjährigen Trieben an. Ab dem vierten Jahr beginnt man daher mit dem Rückschnitt der Pflanzen, weil sich sonst kaum noch neue Triebe bilden.

Wichtig ist, dass die Blätter vor dem Schnitt weitgehend abgefallen sein sollten. Folglich sollten Sie nicht direkt nach der Ernte schneiden, sondern frühestens nach dem Laubfall Ende November oder spätestens vor dem Austrieb im März.

Die ältesten Bodentriebe werden dicht über dem Boden entfernt, ebenso alle Seitentriebe, die zu dicht stehen. An einer Pflanze sollten höchstens acht Bodentriebe stehen bleiben.

Umgraben, muss das sein?

Kein Thema ist so umstritten wie das Umgraben. Unbestritten ist, dass schwere tonhaltige Böden zur besseren Durchlüftung jedes Jahr umgegraben werden sollten. Ist der Boden nicht so stark verhärtet, reicht es aus, wenn man ihn alle zwei bis drei Jahre wendet. Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt dafür. Die entstehenden Erdschollen zerfallen nach dem Frost zu lockerem Boden. Leichte oder humusreiche Böden müssen nicht umgegraben werden. Je humusreicher ein Boden ist, desto belebter ist er und desto weniger kann er sich verfestigen und verschlämmen.

Aufgepasst bei Pilzkrankheiten

Blätter mit Pilzkrankheiten sollten Sie von den Beeten entfernen und nicht zum Mulchen verwenden. Apfelschorf erkennen Sie an schwarzen Flecken auf dem Blatt, Zwetschenrost an schwarzen Punkten auf der Blattunterseite. Rosenblätter mit Sternrußtau haben schwarze Flecken mit gezacktem Rand. Geben Sie das Laub in den Hausmüll, damit die Pilze im Frühjahr die Pflanzen nicht erneut befallen.

Von den Staudenbeeten werden im Herbst nur kranke Pflanzenteile und Samenstände von Pflanzen entfernt, welche sich nicht ausbreiten sollen. Der Rest dient vielen Nützlingen als Winterquartier und den Pflanzen als natürlicher Schutz vor Kälte.

Herbstlaub aus dem Teich fischen

Ins Wasser gefallene Blätter zersetzen sich im Winter, verbrauchen wertvollen Sauerstoff und sondern giftige Faulgase ab. Das gefährdet Fische, Wasserschnecken und andere Tiere. Entfernen Sie sie deshalb jetzt sorgfältig. Schonen Sie beim Reinigen des Teiches aber den Teichgrund. Dort überwintern Krebsschere, Wassernuss und andere Wasserpflanzen in Form von kleinen Knospen, sogenannten Hibernakeln. Im Schlamm sind sie vor Frost geschützt.

Frostgefährdete Pflanzen im Teich

Tropische Seerosen, Lotosblume, Wasserhyazinthe und Wassersalat zierten den Sommer über unsere Gartenteiche. Damit die Exoten aus warmen Ländern auch den Winter ohne Schaden überleben, müssen die empfindlichen Pflanzen frostfrei überwintert werden. Dazu eignen sich Behälter mit Wasser, die hell und bei etwa 10 °C stehen.

Miniteiche vor Frost schützen

Kleine Tröge, Schalen und Gefäße kann man in hellen Räumen bei 5-10° C komplett überwintern. Allerdings vertragen nur so robuste Wasserpflanzen wie Hechtkraut, Binsen und Seerosen auch diese kühlen Temperaturen. Wer einen Gartenteich hat, kann Wasserpflanzen mitsamt Gitterkörben auch dort überwintern.

Herbstlaub vom Rasen mähen

Unter liegen gebliebenen Blättern faulen die Grashalme. Gelbe Flecken im Rasen sind die Folge. Bequeme Lösung: Das Laub wandert beim letzten Mähen zusammen mit dem Rasenschnitt in den Fangkorb. Stellen Sie die Schnitthöhe auf 6 cm ein. Das Gemisch können Sie prima kompostieren.

Herbstputz rund um die Laube

Kontrollieren Sie auch Kletterpflanzen an der Laube und Spalier.  Wilder Wein, Efeu oder Blauregen. Hält man die Pflanzen nicht im Zaum, wachsen sie manchmal sogar in Wände und unter das Dach. Kappen Sie die Kletterkünstler, bevor sie sich zu sehr ausbreiten.

Pflanzzeit für Obstgehölze 

Solange der Boden nicht gefroren ist, können Sie Apfelbäume und andere Obstgehölze pflanzen. Das Pflanzloch sollte etwa 30 cm tief und 60 cm breit sein. Lockern Sie die Sohle und mischen Sie organischen Dünger unter die Erde.

Blühte fürs nächste Jahr vorbereiten

An milden Tagen können noch bis in den Dezember hinein die Blumenzwiebeln gesteckt werden. Als Faustregel gilt, doppelt so tief wie die Zwiebel groß ist. Da viele Zwiebeln, insbesondere Tulpen gern von Wühlmäusen vertilgt werden, sollten diese am besten in Pflanzkörbe gesetzt werden.

Plagegeister bekämpfen

Wer seinen Garten nicht ganz den Wühlmäusen überlassen will, kann noch Fallen aufstellen oder Giftköder ausbringen.

Gemüse, das Frost verträgt

Chinakohl braucht man nicht übereilt zu ernten. Er verträgt kurzfristig minus 5° C. Das gilt auch für Wirsingkohl, Pastinake, Winterzwiebeln und Rosenkohl. 

Kalkgehalt des Bodens jetzt messen 

Mit Hilfe eines Bodentests (z. B. "pH-Bodentest" von Neudorff) kann man leicht feststellen, ob der Boden Kalk benötigt. Nur wenn Kalkbedarf besteht, streut man im Winter etwas Gartenkalk.

Blütensträucher auslichten

Zur Verjüngung der Sträucher kappt man alle drei bis vier Jahre die ältesten Triebe direkt über dem Boden.

Kuscheldecke fürs Beet

Breiten Sie unter Gehölzen eine sieben bis zehn Zentimeter dicke Mulchschicht aus, die den Boden vor Kälte und Austrocknung schützt und den Unkrautwuchs hemmt. 
Als Mulchmaterial eignen sich viele organische Abfälle wie Laubkompost, verrotteter Stallmist oder Rindenhumus. Frischer Rindenmulch entzieht dem Boden bei der Zersetzung Stickstoff, was sich durch eine Gabe Hornspäne ausgleichen lässt. 
Staudenbeete wirken sehr modern mit einer etwa fünf Zentimeter starken Mulchdecke aus Kies oder Splitt. Besser jedoch ist eine Mulchschicht aus organischem Material wie Hächselgut oder Rindenmulch. Frühjahrsblüher kämpfen sich da besser durch und bei der Zersetzung werden Nährstoffe freigesetzt und der Boden wird aufgewertet.

Leere Beete für den Winter vorbereiten

Der Boden von abgeernteten Gemüsebeeten oder leer geräumten Blumenbeeten sollte den Winter über nicht nackt bleiben, sondern bedeckt werden. Die Flächenkompostierung ist dafür ideal. Schreddern Sie gesunde Kohl- und Tomatenstrünke mit Staudenschnitt und verteilen Sie die Mischung auf die Beete. Zum Schluss mit Urgesteinsmehl überpudern und Laub darüber streuen.

Nicht vergessen

Alle Kübelpflanzen müssen jetzt frostgeschützt eingeräumt werden. Denken Sie daran: je dunkler das Winterquartier, um so weniger darf gegossen werden. 
Zum Schutz vor langen Frostperioden ohne Schneefall (Barfrösten) sollten Beetrosen angehäufelt werden. Hochstammrosen müssen spätestens jetzt herabgebogen und mit Erde bedeckt werden. 
Damit hohe Gräser und Fackellilien nicht an Winternässe leiden, bindet man sie jetzt zusammen. 
Bei frostfreiem Wetter können Johannis- und Stachelbeeren geschnitten werden. 
Noch können Sie Pfingstrosen pflanzen: Ideal ist ein sonniger, allenfalls zeitweilig beschatteter Platz. Pfingstrosen brauchen viele Nährstoffe. Deshalb am besten das Pflanzloch 50 cm tief ausheben und die unteren 30 cm mit Kompost auffüllen. Die Knospen der Pfingstrosen dürfen nicht tiefer als 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. 

Nistkästen aufhängen

Wenn man Nistkästen im Herbst aufhängt, nutzen Vögel sie an kalten Wintertagen als Unterschlupf. Hängen Sie den Kasten an einen schattigen Platz, der vor Katzen und Mardern sicher ist. Außerdem sollte er zum Schutz vor Regen leicht nach vorn geneigt hängen. Das Einflugloch zeigt am besten nach Osten oder Südosten. Für die einzelnen Vogelarten gibt es unterschiedliche Nistkästen.

Warme Unterkunft für Igel

Bieten Sie jetzt Igeln im Garten eine Rückzugsmöglichkeit an. Unter einem Reisighaufen, der mit Feldsteinen unterlegt ist, fühlen sich die stacheligen Vielfraße wohl. Dorthin ziehen sie sich von Mitte November an zum Winterschlaf bis März oder April zurück.

 

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