Gartenarbeiten im Oktober

 

Obstgarten

Barriere gegen Obstschädlinge

Die im Sommer angebrachten Wellpappgürtel können nun entfernt und entsorgt werden, entweder in den Hausmüll oder wo es erlaubt ist verbrennen. Anschließend werden Leimringe an den Stämmen angebracht um den Frostspannerweibchen den Zugang zu den Baumkronen zu verwehren. Die Luxusvariante ist der "Appeal Combi-Ring" (von Bayer) die vierfach wirken soll. Im Frühjahr entfernt man die Schutzfolie an der Innenseite des Combi-Rings und legt damit eine Leimschicht frei. Daran bleiben dann andere blattfressende Raupen sowie Blutläuse und Ameisen kleben.

 

Das Fallobst Aufsammeln

Fallobst von Pflaumen, Birnen oder Äpfeln sollten Sie regelmäßig entfernen. Faulendes Obst bietet einer Vielzahl von Pilzen und anderen Schädlingen einen idealen Nährboden. Viele Früchte sind, auch wenn sie abgefallen sind, durchaus essbar.
Frisch vom Baum gefallene Äpfel sind noch knackig und zu verwerten und aus den Pflaumen kann man Mus kochen. Achten Sie beim Aufsammeln auf Wespen, die an den Früchten knabbern! Auch die Fruchtmumien an den Bäumen sind zu entfernen, ebenso wie beim Fallobst sind sie bestens zur Überwinterung von Pilzen und Schädlingen geeignet.

 

Jetzt gegen den Birnenknospenstecher vorgehen

Jetzt erwacht der Birnenknospenstecher aus seiner Sommerruhe und beginnt, an Blatt- und Blütenknospen zu fressen. Gegen Ende dieses Monats legen die Weibchen ihre Eier in die angebohrten Blütenknospen. 
Das verringert im kommenden Jahr die Zahl voll ausgebildeter Blüten und Blätter. Da es dagegen zurzeit kein zugelassenes Spritzmittel gibt, können Sie den Schaden nur mindern: 
Wählen Sie einen sonnigen, warmen Tag, dann sind die Tiere am aktivsten. Legen Sie eine Decke unter den Birnbaum und schütteln sie ihn. Sammeln Sie die heruntergefallenen Käfer auf und vernichten Sie sie.

 

Brombeeren

Nach der Brombeerernte schneiden Sie die abgetragenen Fruchtruten dicht über dem Boden ab und heften die diesjährigen Triebe an Drähten fest. Das Anhäufeln der Jungtriebe schützt diese vor Bodenfrost. In Regionen mit Barfrösten erst im März schneiden. Die abgeschnittenen Ruten eignen sich gut für Insektenhotels. Dazu bis 10cm lange Stücke schneiden und einseitig aushöhlen.

 

Pflanzzeit für Stachelbeeren

Stachelbeeren im Herbst zu pflanzen lohnt sich. Sie werden günstig als wurzelnackte Ware angeboten und wachsen bei Bodentemperaturen von 7 bis 8 Grad noch vor dem Frost an. Je früher sie im Herbst gepflanzt werden, desto besser, denn die Sträucher treiben im Frühjahr schon sehr zeitig aus.
Stachelbeeren mögen einen humosen, durchlässigen Boden. Ihre Früchte reifen auch im Halbschatten. Wichtig: Nehmen Sie Sorten die gegen Mehltau resistent sind, etwa 'Invicta', 'Xenia' oder 'Redeva'.

 

Rindenmulch für Himbeeren

Im Sommer wurden die abgeernteten Himbeerruten dicht über dem Boden abgeschnitten und die Jungruten an Spanndrähten festgebunden. Diese sollte man jetzt mit Laubkompost, verrottetem Stallmist oder Rindenhumus mulchen. Das erhöht den Humusgehalt des Bodens, hält ihn feucht und unterdrückt das Unkraut. Bei den herbsttragenden Himbeersorten nach der letzten Ernte alle Ruten direkt über dem Boden abschneiden und mulchen.

 

Gemüsegarten

Feldsalat jetzt noch aussäen

Bis Ende Oktober können Sie den vitaminreichen Feldsalat im unbeheizten Gewächshaus oder im Frühbeetkasten aussäen. Für die Winterkultur gibt es robuste Sorten wie 'Dunkelgrüner Vollherziger', die nicht von Falschem Mehltau befallen werden.
Feldsalat sät man 2 cm tief in Reihen aus. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt je nach Sorte zwischen 10 und 15 cm. Feldsalat bis zur Ernte unkrautfrei halten. In gefrorenem Zustand darf man Feldsalat nicht ernten.

 

Knollensellerie

Der Knollensellerie wird so spät wie möglich geerntet, jedoch auf jeden Fall bevor stärkere Nachtfröste einsetzen. 
Zwei bis drei Wochen vorher sollte man das Kraut bis auf die Herzblätter entfernen. Dann geht die letzte Kraft voll in das Wachstum der Knolle und nicht in das der Blätter. Die Knollen können Sie in Kisten mit feuchtem Sand monatelang im kühlen Keller lagern.

 

Möhrengrün abdrehen

Das Grün von Möhren, Knollensellerie und anderen Wurzelgemüsen sollte man nach der Ernte entfernen: Es verdunstet wertvolle Feuchtigkeit, die der Frucht entzogen wird - und die Rübe wird weich. Beim Abdrehen das Grün zu einem Schopf fassen und abreißen. Die zurückbleibenden Stielansätze schützen vor Fäulnis.

 

Grünkohl-Ernte erst nach dem Frost

Im Gegensatz zu Blumen- und Weißkohl braucht der Grünkohl kräftige Fröste, um sein volles Aroma zu entwickeln. Erst die Kälte lässt den Zuckergehalt im Blatt des Grünkohls steigen. Deshalb muss man mit der Ernte bis nach den ersten Frostnächten warten. Bei niedrigen Sorten ernten Sie den ganzen Schopf, bei hohen die einzelnen Blätter

 

Unkraut zupfen im Gemüsebeet

Die Saat von Spinat, Feldsalat und Winterkopfsalat ist aufgegangen. Unkraut, das sich zwischen den Sämlingen ausgesät hat, sollte man jetzt nur noch zupfen. Mit der Hacke würde man die Gemüsepflänzchen verletzen. Den Boden zwischen den Reihen lockert man am besten mit dem Sauzahn und mulcht ihn dünn mit Rasenschnitt. Ansonsten gilt es den Boden nicht unbedeckt zu lassen. Phacelia oder Wintergetreide lässt sich noch als Gründüngung ausbringen und vermindert so das Verwehen der Bodenkrume, das Auswaschen von Nährstoffen aus dem Boden sowie das sich Unkraut breitmacht.

 

Wann sollte ein Kürbis gepflückt werden?

Ein Kürbis ist erntereif, wenn der Stiel trocken ist, die Schale nicht mit dem Fingernagel eingeritzt werden kann und er beim Beklopfen hohl klingt. Je mehr trockene, warme Tage die Frucht hatte, desto länger kann man sie lagern. Bei kühlem und regnerischem Wetter oder Frost besser sofort abpflücken und an einem warmen Platz nachreifen lassen. Dann kühl und trocken lagern. Achten Sie bei der Ernte darauf, einen 10 cm langen Stiel an der Frucht zu belassen. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit.

 

Minze für den Winter einfrieren

Tee aus frisch gepflückten Minzblättern schmeckt besonders aromatisch. Wenn Sie sich auch im Winter an einem frischen Minztee erfreuen möchten, sollten Sie jetzt die Kräuterzweige ernten und im Ganzen portionsweise einfrieren.
Ernten Sie möglichst in den frühen Morgenstunden, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Für den Teeaufguss werden die Blätter später im gefrorenen Zustand vom Zweig abgestreift und wie üblich mit heißem Wasser aufgegossen.

 

Kräuter für den Winter

Wenn es draußen friert und schneit, sind frische Kräuter besonders begehrt. Säen Sie deshalb jetzt Kresse, Senf und Schnittlauch in Töpfen oder Schalen auf der Fensterbank aus. Auch Petersilie, Kerbel und Dill können Sie in größeren Töpfen am Fenster kultivieren. Die Salatrauke ist sogar winterhart und kann bei frostfreiem Wetter im Freiland geerntet werden.

 

Was geerntet wird, was stehen bleibt

Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sind sehr kälteempfindlich. Deswegen müssen sie noch vor den ersten Frösten geerntet werden. Ausgewachsene Tomaten, die noch grün sind, können Sie meist ohne Probleme noch im Haus nachreifen lassen. Andere Gemüsearten wie Möhren, Sellerie und viele Kohlarten sind robuster und vertragen ohne Weiteres Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Oft brauchen sie sogar noch einige Wochen, bevor sie richtig reif sind. Eine verfrühte Ernte vermindert bei ihnen Haltbarkeit und Geschmack. Sie können dieses Gemüse ohne weiteres bis in den November hinein im Boden lassen. Schlagen Sie es dann in einer Kiste mit feuchtem Sand ein. Bei Kohlköpfen müssen die Strünke nach oben zeigen. In einem kühlen Raum bleibt Ihr Gemüse so zum Teil über Monate frisch. Grünkohl und Rosenkohl schmecken erst nach einem Frost richtig gut. Vom Porree können Sie frostharte Sorten sogar noch im Frühjahr ernten.

 

Ziergarten- Allgemein

Staudenbeet winterfest machen

Kranke Pflanzenteile und die Samenstände von Pflanzen, welche sich nicht unkontrolliert aussäen sollen, werden entfernt. Alles andere kann auf den Beeten verbleiben. Es dient u.a. als Winterschutz für Nützlinge aber auch für die Pflanze selbst.

 

Knollen raus-Zwiebeln rein

Dahlien, Gladiolen und Knollenbegonien haben frostempfindliche Knollen. Das gilt ebenso für die des Indischen Blumenrohrs (Canna-Hybriden). Deshalb müssen die Knollen jetzt ausgegraben werden. Schneiden Sie die Stängel anschließend rund 10 cm über den Knollen ab. 
Zum Abtrocknen können sie einige Tage kopfüber auf eine mit Maschendraht bezogene Kiste gelegt werden. Danach sortiert man sie in Kisten und bedeckt sie leicht mit Sand. Damit die Knollen nicht austrocknen, sollte man besonders bei Dahlien den Sand immer leicht feucht halten. Eine andere Methode ist das einlagern in Kleintierstreu. Überwintert werden sie dunkel und kühl. Wer keinen kühlen Keller mehr besitz, kann sie auch im frostfreien Wasserschacht einlagern.

Eingelagert werden nur gesunde Knollen. Auch hat sich eine ordentliche Beschriftung mit Sorte, Farbe etc. bewährt. Gegebenenfalls kann ein Bild laminiert und angehängt werden. Dies erleichtert die Zuordnung im Frühjahr ungemein.               Die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen sowie Hyazinthen können noch bis in den November gesteckt werden, solange die Erde nicht gefroren ist. Wichtig ist ein lockerer, durchlässiger Boden, denn Staunässe lässt die Zwiebeln leicht faulen. Setzen Sie die Blumenzwiebeln etwa doppelt so tief in die Erde wie sie hoch sind. Legen Sie diese nicht flächig aus, sondern in einzelnen Gruppen. Das ergibt im Frühjahr ein schöneres Bild. Damit insbesondere die Tulpenzwiebeln nicht als Winterspeise der Wühlmäuse dienen, ist das Einpflanzen in Drahtkörbe oder Pflanzschalen aus Kunststoff sinnvoll.

 

Herbstkur im Staudenbeet: Ausgraben, teilen, pflanzen

Große Funkienblätter verdrängen die Anemonen, der Rote Sonnenhut blüht nur noch schwach, die Asternhorste fallen auseinander und das Sonnenauge verkahlt von innen heraus. Trifft dies für Ihr Staudenbeet zu, ist der Zeitpunkt fürs Verjüngen gekommen. Jetzt im Herbst, wenn der Boden noch warm ist, wachsen geteilte und frisch verpflanzte Stauden schnell wieder an. Besonders Margeriten und der Rote Sonnenhut sollten alle drei Jahre verpflanzt werden. Feinstrahl, Schwertlilien und Herbstastern wachsen besonders prächtig, wenn man sie alle drei Jahre teilt, Rittersporn nach vier Jahren. Dazu schneiden Sie die Pflanzen stark zurück, graben die Wurzelballen aus, schütteln die Erde vom Wurzelballen und schneiden alte und faule Wurzelteile ab. Teilen können Sie mit den Händen oder mit einem Spaten, je nachdem wie fest die Wurzeln sind. Achten Sie darauf, dass jedes neue Teilstück eine Triebknospe und ausreichend Wurzeln hat. Beim Verpflanzen der Stauden können Sie auch Korrekturen bei der Höhenstaffelung oder Farbverteilung im Beet vornehmen. Ausnahmen: Kälteempfindliche Pflanzen wie Fackellilien und Ziergräser dürfen nur im Frühling umgesetzt werden. Pfingstrosen, Akeleien und Christrosen reagieren sehr empfindlich auf Störungen. Sie wollen immer am gleichen Ort wachsen. 
 

In die Lücken der Staudenbeete säen

Einjährige Sommerblumen zwischen Stauden verlängern die Blütezeit im Beet. Jetzt sind sie verblüht und von den Beeten geräumt. Große Lücken klaffen an diesen Stellen. Damit es dort im nächsten Frühjahr schon früh wieder blüht, sät man jetzt noch Jungfer im Grünen, Feldrittersporn, Kalifornischen Mohn oder Kornblumen. Diese "Winterannuellen" keimen bald und bilden eine Blattrosette, mit der sie den Winter überdauern. Sie wachsen daher schon im zeitigen Frühjahr weiter. Lockern Sie den Boden vorher und verbessern Sie ihn mit reifem Kompost

Schnitt der Rosen vor dem Winter

Früher galt die Faustregel: Alle Rosen vor dem Winter kräftig zurückschneiden. Nach neuen Erkenntnissen ist das Frühjahr der bessere Zeitpunkt, um Rosen zu verjüngen. Jetzt sollten Sie nur kranke Triebe und Verblühtes abschneiden und die Veredelungsstelle vor Bodenfrost schützen. Am sichersten ist ein 20 cm hohes Anhäufeln. Beetrosen werden erst im März auf 30 cm Höhe eingekürzt. Kletterrosen (Climber) blühen im nächsten Jahr an den Seitenzweigen jener Haupttriebe, die in diesem Jahr gewachsen sind. Deshalb werden nach dem Winter nur einige ältere Haupttriebe bodennah entfernt, die Seitentriebe eingekürzt. Bei Strauchrosen und Rankrosen (Rambler) nimmt man dann nur einige alte Triebe über dem Boden heraus.

Frostunempfindlichere Pflanzen wie Oleander, Oliven und Zitruspflanzen dürfen noch draußen bleiben. Bei Regenwetter aber geschützt aufstellen, da sonst schnell Wurzelfäulnis auftritt. Kübelpflanzen um etwa ein Drittel zurückschneiden. Weiche Blätter und Blüten entfernen, da sonst leicht Grauschimmel daran auftritt. Eine gründliche Kontrolle auf Schädlingsbefall ist ratsam. Wer sicher gehen will kann mit einem Schädlingsfrei z.B. Spruizit, behandeln. Tierchen in der Topferde kann durch einstündiges Tauchen des Ballens und anschließendem, gründlichen Abgießen Einhalt geboten werden. Wurzelballen vor dem Einräumen gut abtrocknen lassen. Pflanzen möglichst hell, kühl und nur leicht feucht überwintern. Regelmäßig kontrollieren!

 

Teichpflege

Durch Laub geraten zu viele Nährstoffe in den Teich, die spätestens im Frühjahr zu Algenwachstum führen. Wenn Sie nicht täglich Blätter abfischen wollen, hilft ein Laubschutznetz. Hierfür ist es ratsam engmaschigere Netze zu verwenden damit sich keine Vögel drin verfangen. Bewährt hat sich ein sogenanntes Wespenschutznetz. Es ist engmaschiger. Verspannen Sie es aber gut, damit es nicht durch die Last ins Wasser hängt  Durch Schlammschichten im Teich sterben viele Teichlebewesen im Winter, denn der Schlammabbau verbraucht den lebensnotwendigen Sauerstoff. „SchlammFrei“ reduziert Teichschlamm schonend und biologisch. Danach hilft „PhosphatFrei“ die frei gewordenen Phosphate wieder zu binden. Somit sind sie für Algen als Nährstoffe nicht mehr verfügbar. Ein Schlammsauger ist auch eine Möglichkeit. Hierbei sollte schonend vorgegangen werden um kleine Teichbewohner nicht zu dezimieren. Nicht winterfeste Wasserspiele, Kleinpumpen und Dekorationen hereinholen. Achtung: Viele Pumpen dürfen nicht trocken überwintert werden! Beachten Sie die Anleitung.

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