Pilzkrankheiten an Rosen 

Hinweis 26.06.2013 

 

Die ersten für Pilzinfektionen besonders anfälligen Rosen beginnen, sich bereits schon wieder zu 

entblättern. Verschiedene Schadpilze können dafür verantwortlich sein. Die vier Wichtigsten sollen im 

Folgenden vorgestellt werden. 

 

Sternrußtau ist einer der gefährlichsten Pilze. Von der Basis aus bekommen die Blätter auf der 

Oberseite schwarze, ausgefranste Flecken. Nach kurzer Zeit werden die Blätter gelb und fallen ab. Im 

Extremfall verkahlt die Pflanze vollständig und kann damit nicht mehr assimilieren. Sie wird dadurch 

geschwächt, was auch die Blütenbildung negativ beeinflusst. Bei jährlich starkem Befall wird die Pflanze 

in absehbarer Zeit absterben. 

 

Echter Mehltau wird begünstigt durch feuchte Witterung bei Temperaturen über 20 °C und durch 

stärkere Temperaturschwankungen. Auf der Oberseite von Blättern, aber auch an Stängeln und 

Knospen bilden sich weiße Beläge, die leicht abwischbar sind. In der Folge kräuseln sich die Blätter. Bei 

sehr starkem Befall können die Blätter vertrocknen und abfallen. 

 

Falscher Mehltau ist an lila-bräunlichen Flecken auf der Blattoberseite erkennbar, ähnlich dem 

Sternrußtau. Diese können sich zu regelrechten Bändern vereinen. Im weiteren Verlauf bildet sich auf 

der Blattunterseite ein grau-weißer Schimmel. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Das führt zu einer 

Schwächung der Pflanzen mit mangelhafter Blütenbildung. Langfristig kann es zum Absterben der 

Rosen kommen. 

 

Rosenrost lässt sich leicht an den orange-rötlichen Flecken auf der Blattoberseite sowie den deutlich 

orangefarbenen Sporenlagern auf der Blattunterseite erkennen. Diese verfärben sich später zu Braun 

oder Schwarz. Kühle und feuchte Standorte fördern die Ausbreitung. Schnell einsetzender Blattfall führt 

wieder zu den bereits beschriebenen Folgeerscheinungen. 

 

Vorbeugend sollten widerstandsfähige Rosensorten gepflanzt werden. Wichtig sind ein optimaler 

Standort und genügend weite Pflanzabstände, damit das Blattwerk schnell genug abtrocknen kann. Eine 

ausreichende Nährstoffversorgung erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Schadpilze entscheidend. 

Befallenes bzw. am Boden liegendes Laub sollte entfernt werden. Gegen alle diese Pilze gibt es auch 

chemische Pflanzenschutzmittel, die man sich im einschlägigen Fachhandel kaufen kann. Diese sind 

zum richtigen Zeitpunkt ausgebracht wirkungsvoll. 

 

 

Sächsische Gartenakademie 
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080                                                       E-Mail: gartenakademie@smul.sachsen.de 
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/gartenakademie 
 

 

Nach oben